WOHNEN

  • Bildung einer „Augsburger Allianz gegen Immobilienspekulation“.
  • Kein weiteres Verschleudern von kommunalem Eigentum an Grund und Boden.
  • Umfassender Erwerb von privaten Flächen durch die Stadt für den Wohnungsbau.
  • Extensiver Ausbau des sozialen Wohnungsbaus.
  • Bereitstellung eines angemessenen studentischen Wohnraums.
  • Kooperation von Stadt und WBG mit Bürger-Wohngenossenschaften.
  • Wohngebiete mit Mietermix und Mehrgenerationenwohnen.

In Augsburg sind in den letzten Jahren die Immobilien- und Mietpreise regelrecht explodiert. Wohnen wird immer kostspieliger und die Miete frisst inzwischen teilweise bis zu 50 % des Einkommens. Immer mehr private Finanzanleger drängen auf den Wohnungsmarkt und wollen Profite maximieren. Die Stadtregierung heizt die Preisdynamik an, indem sie wertvolle städtische Immobilien zu Schleuderpreisen an private Anleger veräußert und gleichzeitig die eigenen Möglichkeiten zum Erwerb von Grund und Boden sträflich vernachlässigt.

Besonders der soziale Wohnungsbau ist trotz städtischer WBG in den letzten Jahren nicht entscheidend vorangetrieben worden, im Gegenteil, der Bestand an Sozialwohnungen ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen. Der Anteil an gefördertem Wohnraum muss daher stark erhöht werden. An Wohnungspolitiken, wie etwa der Stadt Wien, wird sichtbar, dass dies bürgerschaftlich gewollt ist und auch gelingen kann.

Der Erwerb von Grund und Boden darf nicht weiter privaten Anlegern überlassen oder übertragen werden. Mittels der WBG soll ein umfassender Erwerb von Grund und Boden erfolgen. In Kooperation mit Bürgergenossenschaften kann Wohnpolitik kreativ gestaltet werden. Um solch eine Kooperation zu fördern, kann vermehrt auf Erbpachtregelungen zurückgegriffen werden, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt hatten. Vor allem muss es einen extensiven Ausbau des sozialen Wohnungsbaus durch die WBG geben. Aufgrund wachsender Studentenzahlen ist zudem angemessener studentischer Wohnraum bereitzustellen.

Der Neubau und die Vermietung von Wohnraum muss so angelegt sein, dass ein Mietermix hinsichtlich Alter, Status und Herkunft entsteht, besonders das Mehrgenerationenwohnen soll gefördert werden. Bürger und städtische Stellen sollen eine „Augsburger Allianz gegen Immobilienspekulation“ bilden, um einen Wall gegen Finanzspekulanten zu errichten und sich offensiv gegen die Verwerfungen auf dem Immobilienmarkt zur Wehr zu setzen.

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