Verkehr

  • Deutlicher Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.
  • Umgehende Reduzierung von Schadstoffbelastungen in der Luft.
  • Ausstattung des städtischen Fuhrparks mit Hybridfahrzeugen.
  • Angemessener Ausbau der e-Mobilität und Nutzung von Gasfahrzeugen.
  • Stadtwerke: Zurücknahme der aktuellen Preiserhöhung und der neuen Preisstufenregelung; Seniorentickets ohne Zeitbeschränkungen; Einführung von preisgünstigen Jahrestickets.
  • Massiver Ausbau der Radverkehrsanlagen und des Radwegenetzes.
  • Schnelle Umsetzung einer „Verkehrswende“.
  • Schaffung einer „Allianz für kostenlosen öffentlichen Nahverkehr“.

Augsburg hat in seiner Innenstadt eine hohe Schadstoffbelastung, es drohen bereits Fahrverbote. Betrügerische Manipulationen von Fahrzeugherstellern haben dieses Problem verschärft. „Augsburg in Bürgerhand“ unterstützt alle Maßnahmen, die geeignet sind, die Verursacher hierfür in Haftung zu nehmen. Die Stadt soll den politischen Auftrag haben, entsprechende Maßnahmen auf der Ebene des Landes und des Bundes einzufordern und mögliche kollektive Klagen zu unterstützen.

Die Alternativen für das ständig wachsende Verkehrs- und Schadstoffaufkommen liegen besonders im Umdenken der bisherigen Verkehrspolitik: Wir brauchen eine Verkehrswende. Dazu müssen den Kommunen durch das Land und den Bund entsprechende Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Die Verkehrswende hat alle anderen Verkehrsmittel zu fördern und ihre Vernetzung voranzubringen. Mit der damit einhergehenden Reduzierung des Stadtverkehrs wird sich auch die Gesundheit der Bürger verbessern. Gerade im städtischen Bereich muss in enger Abstimmung mit Maßnahmen der Energiewende die e-Mobilität und der Einsatz von Gas- und Wasserstofffahrzeugen vorangebracht werden. Im Sinne der Vorbildfunktion soll der städtische Fuhrpark mit Hybrid-Fahrzeugenausgestattet werden. Dazu gehört auch eine mögliche Entwicklung von Aggregatsystemen wie „mobilen BHKW“ (an Wärme- und Stromnetz andockbare Hybridfahrzeuge).Ebenso muss auch eine deutliche Reduzierung der Schadstoffbelastungen kurzfristiges Ziel der Stadt sein.

Der öffentliche Nahverkehr muss deutlich ausgebaut werden. Es müssen Anreize in Preisgestaltung und Versorgungsqualität geschaffen werden, um Menschen zu motivieren auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Dazu gehört auch die Verbindung zwischen den einzelnen Sektoren und die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel. Die Vernetzung zwischen Bahn, Bus, Straßenbahn, Carsharing, Fahrrad, Lastenfahrrad und privaten Anbietern wird als öffentliche Aufgabe gesehen. Das Park&Ride-Angebot muss ausgebaut werden.

Die bisherige Verkehrspolitik der Staatsregierung und auch der Stadtwerke gehen in die falsche Richtung und verschärfen die vorhandenen Probleme. Die aktuellen Preiserhöhungen und neuen Preisstufenregelungen der Stadtwerke müssen sofort zurückgenommen werden. Es müssen preisgünstige Jahrestickets und Seniorentickets ohne Zeitbeschränkungen eingeführt werden. Augsburg ist weit davon entfernt, „Fahrradstadt“ zu sein, es muss daher einen massiven Ausbau der Radverkehrsanlagen und des Radwegenetzes geben. Als wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit gilt es, die Radverkehrsführungen an Kreuzungen umfassend abzusichern.

Die gesamte städtische Verkehrspolitik soll als bedeutende Infrastrukturmaßnahme der Zukunft begriffen werden. Dafür müssen Finanzmittel des Bundes und des Landes eingefordert werden. Um dieses Ziel voranzubringen, soll eine „Allianz für den kostenlosen öffentlichen Nahverkehr“ unter direkter Bürgerbeteiligung geschaffen werden.

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