Quelle: Baum-Allianz Augsburg e.V.
Ausstellung „Grün kaputt“ vom 12. – 23. April 2023
mit Präsentation und Publikumspreis zum Fotowettbewerb „Grün kaputt 23“
Zwischenzeit Augsburg, Annastr. 16, 86150 Augsburg
Geöffnet: Mi., Do., Fr., So. von 15:00 – 19:00 Uhr und Sa. von 11:00 – 16:00 Uhr
Vernissage: Mittwoch 12. April 19:00 Uhr – Finissage mit Preisverleihung: Sonntag 23. April 19:00 Uhr
Hier finden Sie alle dazugehörigen Informationen auf der Website der Baum-Allianz Augsburg und im Flyer

Am Senkelbach, entlang der Kleingartenanlage, ist ein umfassender Eingriff mit schwerem Gerät erfolgt. Auf breiter Front wurden dort Bäume, Gehölze und Sträucher gerodet. Durch den Einsatz des schweren Abholzgerätes wurde der Boden verdichtet und tiefe Fahrspuren erzeugt. Diese gesamte Fläche mit der Flurnummer 3528 ist ein kartiertes Biotop (Nummer 47).
Die Zuständigkeit des Biotops lag in der Vergangenheit beim Liegenschaftsamt der Stadt Augsburg. In einem Brief des Amtes vom 22.2.2005 stellte der zuständige Sachbearbeiter die besondere Bedeutung dieses Biotops heraus: „Die hohe ökologische Bedeutung des Biotops liegt in seiner Unberührtheit und in seiner weitgehenden Störungsfreiheit.“

Deshalb lehnte das Liegenschaftsamt jeglichen Eingriff in diesem Bereich durch einen Geh- und Fahrweg grundsätzlich ab (damals ging es um ein beantragtes Wegerecht): „Durch diese Voraussetzungen werden insbesondere störungsempfindliche Tierarten begünstigt. Eine Erschließung des Biotopgrundstücks i. S. Ihres Antrages wäre eine Störung des Gebietes, welche die faunistischen und floristischen Lebensräume zusätzlich belasten und beeinträchtigen würde. Die Auswirkungen Ihres Vorhabens sind dem Amt für Grünordnung Naturschutz seit langem bekannt und mit den Belangen des Naturschutzes in keiner Weise vereinbar.“
Auch dem Tiefbauamt, dem die betroffenen Grundstücke seit 2013 übertragen wurden, ist die schutzrechtliche Bedeutung des Biotops 47 sehr wohl bekannt. Dies ist aus einem Schreiben vom 5.3.2021 ersichtlich, der offensichtlich einen Eingriff des Amtes in das Biotop begründete (bedauerte).

Da damit nachweislich allen zuständigen Ämtern (Tiefbauamt, Naturschutzbehörde, Liegenschaftsamt), die besondere Bedeutung des Biotops bekannt war, erhebt sich die Frage, wer für den vernichtenden aktuellen Eingriff verantwortlich ist. Auf Nachfrage von Stadtrat Bruno Marcon im Umweltausschuss am 13.3.2023 äußerte die Amtsleiterin des AGNF, Frau Vedder, ihre Unkenntnis über den Vorgang.
Ein solcher massiver Frevel ist ein schwerwiegender Eingriff in die Natur und ein klarer Verstoß gegen den Landschaftsschutz. Deshalb ist der Verursacher zu ermitteln und zu bestrafen. Gerade weil der angerichtete Schaden teilweise unwiederbringlich ist, muss die Wiedergutmachung durch den Verursacher umfassend sein. Auch muss umfassende Transparenz geschaffen werden, inwieweit die zuständigen Ämter informiert waren und ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind.

Quelle: Augsburger Allgemeine, 13.8.2022
Augsburg in Bürgerhand wirft der Stadt vor, die eigene Verordnung auszuhebeln. Bäume würden vor allem als Hindernis und Kostenfaktor gesehen.
Die Wählervereinigung Augsburg in Bürgerhand greift die Stadtregierung scharf wegen ihrer Planungen zu den Baumfällungen auf dem Bahnhofsvorplatz an. Das CSU-geführte Baureferat und das von den Grünen geführte Umweltreferat hebelten die eigene Baumschutzverordnung aus, mit der wertvoller Baumbestand eigentlich geschützt werden solle. Weiterlesen auf Augsburger Allgemeine …
Hier finden Sie unsere Pressemitteilung.
Quelle: DAZ, 8.8.2022
Da die Stadt Augsburg bei ihren Entwicklungsplänen wenig Rücksicht auf Bäume im Stadtgebiet nimmt und weitere Fällungen plant, ruft die politische Gruppierung Augsburg in Bürgerhand zu Protesten auf.
„Gewachsene Bäume haben große Bedeutung für die Klimaresilienz: Sie verbessern die Luftqualität und filtern klimaschädliche Gase aus der Luft. Sie sorgen für Verschattung und verringern damit die Aufheizung. Sie fördern die Biodiversität und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Mit umfangreichem Selbstlob („neue Dimension der Klimapolitik“) hat die schwarz-grüne Stadtregierung Ende Juli das Klimaschutzkonzept Blue City in den Stadtrat eingebracht. Verbunden mit diesem Konzept ist das Versprechen, (endlich) wirkungsvolle Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung anzuschieben. Weiterlesen auf DAZ …
Hier finden Sie die vollständige Presseerklärung.
Quelle: Fridays for Future Augsburg, Ingo Blechschmidt, Februar 2021
Liebe Freund*innen der Zukunft,
mit dieser Mail ergeht der Hinweis auf eine Demonstration, die ich als überaus wichtig halte. Viel wichtiger als eine der vielen Einzeldemos vor zwei Jahren!
Max Aicher (Besitzer mehrerer Schlösser, 86 Jahre) möchte einen besonders geschützten Bannwald roden, um sein mit Kohlestrom betriebenes Stahlwerk zu vergrößern. Zuvor baute er in die andere Richtung einen Parkplatz hin, sodass es jetzt „keine andere Möglichkeit“ gibt. Laut BUND Naturschutz ist insbesondere der Boden des Bannwalds ökologisch unglaublich wertvoll. Alle umliegenden Gemeinden und gleich drei Bürger*inneninitiativen stellen sich gegen diesen klima- und umweltpolitischen Irrsinn.
Der Bannwald, um den es geht, ist direkt bei uns vor Ort: Es ist der Lohwald in Meitingen.
Meitingen ist eine kleine Gemeinde. Da kann eine ganz normale Demo viel bewirken! Wenn viele Menschen zu dieser Demonstration kommen, kann sich die politische Stimmung in Meitingen wenden — zumal der Druck durch die Nachbargemeinden hinzukommt.
Wir berieten die veranstaltende Bürger*inneninitiative im Vorfeld und rufen nun mit Nachdruck zu der Demonstration diesen Sonntag (28.2.) auf. Sie beginnt um 14:00 Uhr bei der Straße „Am Lohwald“ südlich der Lechstahlwerke. Wir werden noch eine gemeinsame Anreise per Fahrrad sowie eine per Zug organisieren und Details dazu am Samstag durchgeben.
Die Veranstalter*innen bitten um Anmeldung per Mail an BN_KG_Augsburg@augustakom.net. Das kann aber auch gesammelt über uns laufen, dazu einfach Antwort an mich: Ingo Blechschmidt iblech@speicherleck.de
Wir hoffen, dass wir uns am Sonntag in großer Zahl sehen! FFP2-Maske nicht vergessen und auf Abstand achten! Viele Grüße Ingo
Augsburg, den 3. September 2020
Das Erreichen der Pariser Klimaschutz-Ziele ist eine große Herausforderung für Wirtschaft und Politik, aber eine Überlebensfrage der Menschheit. Darauf weist immer wieder die weltweite Klima-Bewegung Fridays for Future hin. Die Bewegung richtet den Appell an alle Verantwortlichen, endlich die notwendigen Schritte einzuleiten, um die unüberschaubaren Folgen einer Klimaerwärmung abzuwenden. Dazu ist globales Handeln notwendig. Aber auch auf lokaler Ebene können wir sofort Handlungsoptionen entwickeln.
Doch in Augsburg werden mögliche Maßnahmen, wie die zu einer dezentralen Energie-Wende, schon seit etlichen Jahren nur halbherzig beschritten oder blockiert, obwohl konkrete Konzepte vorliegen. Gerade die jetzige Stdtregierung aus CSU und Grüne besitzt kein Handlungskonzept. Einig war die Regierung in der Ablehnung des Antrages von Augsburg in Bürgerhand, den Klima-Notstand für Augsburg auszurufen. Jetzt legt Augsburg in Bürgerhand zwei weitere Anträge im Stadtrat vor, um konkrete Schritte für eine dezentrale Energie-Wende endlich voranzubringen.
Hier finden Sie unsere vollständige Pressemitteilung