Quelle: Augsburg in Bürgerhand: Pressemitteilung, Augsburg, 06.02.2026
Schwerer Schaden für den Stadtfrieden
Augsburg in Bürgerhand fordert Sonderausschuss des Stadtrats
- Der Polizeieinsatz gegen den City-Club wirft auch nach den neuesten Erklärungen der Polizei immer mehr Fragen als Antworten auf.
- Warum wurde ein massives Polizeiaufgebot mit über 200 Beamten eingesetzt?
- Wieso wurden alle der anwesenden ca. 200 Gäste unter Generalverdacht gestellt?
- Wieso wurden Leibesuntersuchungen ohne Verdachtsmomente vorgenommen, bei denen einzelne sich offensichtlich bis zur Unterwäsche oder gar nackt ausziehen mussten?
- Wieso wurden unter Einsatz von Rammböcken Türen eingeschlagen und Sachschaden erzeugt, obwohl der Polizei Schlüssel für die untersuchten Räume angeboten wurden?
- Wieso wurden Mieträume im Gebäude aufgebrochen, die offensichtlich nicht zum Betreiber des City-Clubs gehörten?
- Wieso wurde Menschen, die offensichtlich unter dem Polizeieinsatz deutliche psychische Belastungsfaktoren zeigten, keine fachliche Hilfe zur Seite gestellt?Die Antworten der Polizei, dass das Aufgebot und die Taktik notwendig zur Strafverfolgung und Beweissicherung wegen festgestelltem Drogenkonsum von harten Drogen waren, sind bisher als Begründung für den massiven Einsatz vollkommen unzureichend. Es scheinen bisher keinerlei Beweise in Bezug auf kriminelle Bandenbildung oder gar organisierten Drogenhandel vorzuliegen. Es stellt sich dabei nicht allein die Frage nach der Verhältnismäßigkeit des Einsatzes, sondern auch danach, ob Rechtsverstöße durch die Polizei selbst begangen wurden.Unabhängig von der notwendigen juristischen Aufarbeitung, haben die gesamten Vorgänge rund um den Polizeieinsatz zu heftigen Kontroversen in der Stadtgesellschaft geführt. Dazu unser Stadtrat Bruno Marcon: „Um den öffentlichen Frieden wiederherzustellen, sind umfassende Transparenz und Aufarbeitung notwendig. Deshalb fordere ich die Einsetzung eines Sonderausschusses des Stadtrats.“
Dieser soll unabhängig von möglichen Schritten auf Landesebene (Anfragen, Untersuchungsausschuss) Berichte anfordern, Experten anhören und eine breite öffentliche Debatte anstoßen. Stellung nehmen sollen Vertreter der Polizeiführung, des Clubbetreibers, der Staatsanwaltschaft und weitere mit dem Vorfall betroffene Juristen.
Augsburg in Bürgerhand wird einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag an die Stadtverwaltung und den Stadtrat stellen.