LANDWIRTSCHAFT   |   GÄRTNEREIEN

  • Bewahrung innerstädtischer Flächen für Gartenbau und Landwirtschaft.
  • Ausbau eines regionalen Systems für eine Solidarische Landwirtschaft.
  • Dezentrales und eigenständiges Vertriebssystem von Nahrungsmitteln.

Innerhalb von zwei Jahrzehnten ist die Zahl von bäuerlichen Höfen und Gärtnereien um mehr als die Hälfte geschrumpft. Die Landwirtschaftspolitik der EU und der deutschen Regierungen haben industrielle Agrarkonzerne gefördert und damit massiv die Vernichtung von bäuerlichen Kleinbetrieben vorangetrieben. Der Großteil der landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen gehört nicht mehr denen, die Ackerbau betreiben, sondern vielmehr profitorientierten Finanzanlegern. Auch in den Augsburger Stadtteilen verschwinden mehr und mehr Höfe und Gärtnereien, Bodenversiegelung und falsche Wirtschaftsförderung vertreiben alteingesessene Landwirte.

Diese Entwicklung muss umgekehrt werden.

Noch vorhandene landwirtschaftliche Betriebe müssen vor Finanzanlegern und auch vor Bodenversiegelung geschützt werden. Um deren Abhängigkeit von Großhändlern und Discountern zu reduzieren, sollen eigene Vertriebswege aufgebaut und in den Stadtteilen Märkte eingerichtet werden. Das Erhalten kleinbäuerlicher Agrarstrukturen ist von großer Bedeutung für die Sicherstellung der Versorgung der Stadt. Die Stärkung der Verbindung von Stadt und Land ist auch ein wichtiger kultureller Beitrag. Hofbesuche und die Möglichkeit von Mitarbeit auf den Feldern sollen der städtischen Bevölkerung Einblicke in das bäuerliche Leben geben und Stadt und Land näherbringen.

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