ENERGIEWENDE

  • Entwicklung einer dezentralen Energieversorgungsstruktur durch vernetzte Anlagen in Verbindung mit der Stadtentwicklung.
  • Weiterführung und Umsetzung des Klimaschutzkonzepts, sowie aller hierzu erarbeiteten Grundlagen.
  • Ausbauoffensive Augsburg 100 % erneuerbar.
  • Massiver Ausbau von Photovoltaik und Solarthermie.
  • Windkraft an geeigneten Standorten als Bürgeranlagen, sowie Ausbau von Kleinstanlagen von Wind- und Wasserkraft in den Stadtbereichen.
  • Energiewende in allen Bereichen, sowie Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Verkehr.
  • Energienetze müssen weiter in öffentlicher Hand verbleiben.
  • Umbau zu offenen intelligenten Strom- und Wärmenetzen.

Die Energiewende ist technisch und finanziell längst umsetzbar. Nur durch die jahrelangen politischen Hemmnisse und Unklarheiten, sowie der Berücksichtigung einseitiger Interessen am Willen der Bürger vorbei, wird deren Realisierung verhindert. Im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung kann die Blockadehaltung der kommunalen Politik nicht länger hingenommen werden. Im Bürgerentscheid „Augsburger Stadtwerke in Augsburger Bürgerhand“ im Jahre 2015 haben 72,3 % der abstimmenden Bürger ein klares Votum dafür abgegeben, die Augsburger Energiewende selbst in die Hand zu nehmen. Damit ist aus Sicht der Bürger eine dezentrale Energiewende in Bürgerhand sofort in zwei Schritten zu beginnen.

In der ersten Phase kann die intelligente Vernetzung von heute schon zur Verfügung stehenden Technologien die bestehende Versorgungsstruktur zu 100 % ersetzen. Mit dem offensiven Ausbau von Sonnen-, Wind- und Wasserenergie sollen die Potentiale der erneuerbaren Energien in Augsburg voll ausgeschöpft werden. Das Klimaschutzkonzept hat hierfür die wesentlichen Stellhebel aufgezeigt. Für die notwendige Versorgungssicherheit und die Verbindung zur Wärmeversorgung würden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen die restliche Energie zur Verfügung stellen. Der Ausgleich zwischen den dezentralen Anlagen erfolgt über einenqualitativen Umbau der Energienetze und der bestehenden Speichertechnologien.

In der zweiten Phase kann die bestehende Struktur mit Hilfe der Methanisierung zu 100 % mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Eine weitere Qualifizierung und Integration von neuen Technologien, wie zum Beispiel zukünftiger Speichertechnologien, kann damit problemlos und schrittweise erfolgen. Auch die Verbindung zum Verkehrssektor könnte durch die Entwicklung von mobilen Kraftwärmekopplungsanlagen (andockbaren Hybridfahrzeugen) erfolgen, weitere Verkehrskonzepte können hier ebenso integriert werden. Damit könnten alle technologischen und finanziellen Synergien voll ausgeschöpft werden.

Die dezentrale Realisierung ist in enger Abstimmung mit der Stadtentwicklung und den Quartierslösungen zu verwirklichen, der städtische und soziale Wohnungsbau (WBG) soll hierbei eine Vorreiterrolle einnehmen. So könnten durch finanzielle Synergien auch Mietkosten gesenkt werden. Bereits in der Vergangenheit zeigte sich eine große Bereitschaft der Bürger, für die dezentrale Energiewende Finanzierungsmittel zur Verfügung zu stellen. Mit Lösungen, wie etwa Mieterstromprojekten, Contracting- und anderen Finanzierungsmodellen, zusammen mit den Stadtwerken und der Stadtsparkasse als Dienstleister, ist es möglich, die Energiewende in die Bürgerhände zu legen. Damit rückt die politische Beteiligung, die demokratische Teilhabe und die Mitbestimmung der Bürger in den Mittelpunkt.

Die Aufgabe der Stadtpolitik ist es, hierbei eine Vorbildfunktion einzunehmen und die Bürger wie auch die Institutionen bei der Umsetzung umfangreich zu unterstützen.

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