KULTUR

  • Entscheidung darüber, welche Kultur, welches Theater, die Bürger haben wollen.
  • Breite Debatte der Bürger über die Zukunft einer dezentralen Kulturlandschaft.
  • Abschaffung hochbezahlter Intendanzen.
  • Förderung von Kleinkunst und Ensembles in den Stadtteilen.
  • Förderung der Freilichtbühne als städtisches Kulturzentrum.
  • Förderung der städtischen Museumslandschaft und der historischen Schätze Augsburgs (Römisches Museum).

Kultur hat eine große Bedeutung für die Identitätsstiftung der Menschen, daher sollen besonders die kulturellen Schätze Augsburgs bewahrt werden. Der römische Gründungsmythos der Stadt wird aus unserer Sicht nicht entsprechend gewürdigt und die vorhandenen Altertümer werden weder der Bildungsförderung zur Verfügung gestellt noch als Anziehungspunkt für Besucher der Stadt präsentiert. Das Römische Museum etwa ist seit Jahren geschlossen. Dieses Museum muss sofort instandgesetzt werden und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. Auch ein Römerpfad im Pfannenstiel ist zügig umzusetzen.

Die reichhaltige Stadtgeschichte Augsburgs, besonders im Mittelalter (wie auch im Stadtarchiv ausführlich dokumentiert), soll in städtischen Veranstaltungen gewürdigt werden. Dabei sollen vor allem die Leistungen und die Kreativität der Augsburger Bürger herausgestellt und nicht nur das Leben der reichen Herrscher dargestellt werden. Regionale Vereine und Theatergruppen, welche die Augsburger Geschichte und Sprache präsentieren, sollen eine besondere Förderung erhalten. Gerade auch die Freilichtbühne soll die Vielfalt des kulturellen Lebens widerspiegeln und ein Alleinstellungsmerkmal erhalten.

Der Erhalt, die Sicherstellung und gegebenenfalls auch die Ausweitung von Arealen für Kunstschaffende und ebenso für Künstler der freien Szene muss von der Stadt gewährleistet werden. Die wirtschaftliche und politische Vereinnahmung freier Gruppen muss verhindert und non-profit Veranstaltungen sollen gefördert werden.

Kultur muss „für alle“ da sein und insbesondere auch für sozial Schwächere zur Verfügung stehen. In den Stadtteilen ist ein vielfältiges Kulturleben zu entwickeln, mit Auftrittsmöglichkeiten von Kunstschaffenden aus allen sozialen Schichten. In diesem Sinne soll eine breite städtische Debatte um die zukünftige Ausrichtung des professionellen Kulturlebens angestoßen werden und auch wie dessen Vernetzung mit der freien Szene stattfinden kann. Welche Kultur, für wen und an welchen Orten, soll zur Leitfrage erhoben werden, ebenso die Frage nach einer dezentralen Ausrichtung der Kultur. Hochbezahlte Intendanzen sind in Frage zu stellen.

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